Das kleine Eberschüttwasser ist wieder mit Wasser gefüllt. Ein Hochwasser und die endlich wieder geöffnete “Eichert-Quelle” (Überschusswasser aus dem Trinkwasserbrunnen) dürften dies bewirkt haben. Vermutlich steht auch im Lausgrund wieder Wasser. Norbert Novak hat am 26. März den Hauptarm des Eberschüttwassers besucht. Ergebnis: Der Wasserstand am Bootsplatz der “Lobaufischer” ist zwar nicht sensationell, aber sichtlich in Ordnung. Novak: “Kann wieder Entwarnung geben!” Titelfoto: Kurt Kracher Foto Bootsplatz: Norbert Novak
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Schneeglöckerlzeit
Die Lobau wurde bis vor kurzem von einem wunderbaren, weißen Mantel aus Schneeglöckchen bedeckt – ein Frühlingsbeginn zum Seufzen. Vor etwa 25 Jahren hat das Lobau-Museum unter der Führung von Anton Klein zu diesem Anlass ein sorgenvolles und mahnendes Informationsblatt verteilt: „Pflücken Sie bitte nicht Körbe und Taschen voll, sondern begnügen Sie sich mit einem Strauß, den Sie bequem mit einer Hand umspannen können. Das Gesetz erlaubt einen „Handstrauß“. Wir alle wissen, was damit gemeint ist: jedenfalls…
weiterlesenAuch in der Lobau: Die Eschen sterben
Im Umfeld des Donau-Oder-Kanals werden derzeit entlang der Spazierwege reihenweise Eschen gefällt. Der tragische Hintergrund: ein aus Ostasien eingeschleppter, mikroskopisch kleiner Pilz, der auf Eschen spezialisiert ist und sie in vergleichsweise kurzer Zeit zum Absterben bringt. 2005 wurde der Krankheitserreger in Österreich zum ersten Mal nachgewiesen; mittlerweile kommt er im gesamten Bundesgebiet vor. Die Pilzsporen verbreiten sich mit dem Wind über die abgeworfenen Blätter. Am Ende faulen die Wurzeln ab und die Esche stürzt ohne…
weiterlesenWie befürchtet: tote Fische
Es ist gekommen, wie viele befürchtet haben: Die fehlende bzw. zu geringe Wassereinspeisung, die Verlandung, der lange, strenge Winter: Nachdem das Eis nun geschmolzen ist, treiben in den seichten, stark verlandeten Augewässern tote Fische. Am “kleinen” Eberschüttwasser sind es nach kurzer Sichtung etwa 20 bis 25 Welse, Karpfen, Flussbarsche und Hechte. Dazu kommen unzählige Kleinfische, auch Muscheln. Fotos: Kurt Kracher
weiterlesenDiesel-Unfall: Anfang März noch immer Öl im Wasser
Zwischen 10. und 20. Jänner kam es im Ölhafen Lobau, der direkt an den Nationalpark grenzt, zum Auslaufen von 160.000 Litern Diesel ins Erdreich und in der Folge ins Wasser des Donauhafens. Grund dafür ist die gerissene Schweißnaht einer unterirdischen, 37 Jahre alten Pipeline. Am 26. Jänner wurde der Vorfall öffentlich bekannt und die Berufsfeuerwehr alarmiert. Ölsperren wurden errichtet und das Abpumpen des Diesels veranlasst. Am 5. März, also mehr als fünf Wochen nach dem Einleiten…
weiterlesenDas Eis ist weg, das Wasser auch
Es war ein langer, kalter Winter. Eberschüttwasser und Mittelwasser sind an den schon seit Jahren von Verlandung bedrohten Stellen großflächig ausgetrocknet, dann und wann stinkt es nach Verwesung. Dort, wo das Eberschüttwasser noch befüllt ist, liegt der Wasserstand mindestens einen Meter unter der gewohnten Höhe. Unterhalb der Gänshaufentraverse war ein leichtes Hochwasser zu spüren; weiter hinauf ist es nicht gekommen. Wann wird die sogenannte Eichert-Quelle am Lausgrund, die wegen Bauarbeiten im Nationalpark abgesperrt wurde, endlich…
weiterlesenAu derzeit nur bei Minusgraden geruchsfrei
Kurt Kracher hat am Wochenende mit der Kamera die graubraune, komplett aufgeweichte Lobau besucht – und ist dennoch ins Schwärmen geraten: „Auch bei wenig gefrorenem Wasser ist unsere Lobau im Morgennebel wunderschön!“ Drei Stunden hat er am Sonntag bei minus 3 Grad Celsius ausgeharrt. Am Tag davor, am Samstag, war die Eisdecke nach einem Regen schon teilweise offen, was dazu geführt hat, dass es an den Ufern nach Verwesung gestunken hat. Vermutlich sind unter dem Eis wegen des…
weiterlesenStraßenbau im Nationalpark
Neue Nationalpark-Straßen für LKWS: Der Autobahn-Tunnel unter der Lobau wirft seine Schatten voraus: Für Probebohrungen wurde mitten in der Lobau eine Zufahrtsstraße für Schwerfahrzeuge angelegt. Die Bauarbeiter haben zur Sicherheit auch eine ganze Menge Öl- und Chemikalienbindemittel mitgebracht. Woran haben sie gedacht? Fotos: Robert Eichert Die Ausnahmegenehmigung als Dauereinrichtung (Kommentar von Manfred Christ): “Ausnahmsweise wird durch die Untere Lobau eine Schneise geschlagen, um eine Gasleitung zu erneuern. Ausnahmsweise vertrocknet deswegen das Lausgrundwasser. Ausnahmsweise werden…
weiterlesenDer Nationalpark als Wintersportgebiet
Das Kühwörtherwasser ist zugefroren, die Untere Lobau schneebedeckt und zwei Langläufer sind am 4. Februar offenbar davon ausgegangen, dass es ihnen zusteht, im Nationalpark abseits der Wege Wintersport zu betreiben – ohne Heimlichtuerei und von weitem sichtbar. Einstieg: Gänshaufentraverse, Laufrichtung: Norden. Ziel: unbekannt.
weiterlesenBericht aus dem toten Lausgrund
Tierfotograf Kurt Kracher hat sich Ende Jänner (mit Erlaubnis) den Lausgrund angesehen. Sein Bericht: “Wie es dort ausschaut? Sehr traurig. Erst ganz unten bei der Donau gibt es noch etwas Eis, ansonsten ist der Lausgrund staubtrocken.” Tote Schnecken, tote Fische, tote Wasserpflanzen, tote Amphibien – die Wildschweine haben den ausgetrockneten Gewässergrund durchpflügt und das meiste bereits aufgefressen. Lobau-Historiker Robert Eichert hat herausgefunden, dass die nach ihm benannte, lebenserhaltende Eichert-Quelle, eine Einspeisung des Überschuss-Trinkwassers aus den…
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