Es ist Spätherbst, der Winter steht vor der Tür. Während Teile der Unteren Lobau im Sommer noch den Anschein einer Wasserlandschaft erwecken mögen, bricht diese Illusion in der von niedrigen Grundwasserständen und Donaupegeln geprägten Jahreszeit zusammen. Zwei Galerien mit Schwerpunkt auf die Schwadorfer Rinne, mit Aufnahmen von Kurt Kracher und Norbert Sendor. Die erste Galerie zeigt Aufnahmen vom 24. November 2021, die zweite Aufnahmen von April 2021 und aus früheren Zeiten. Dazu Kurt Kracher: “Die…
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Trockenheit: Die Einschläge kommen näher
Die Lobau verlandet, die Lobau trocknet aus, die Lobau braucht Wasser … so lauten seit Jahrzehnten die Wehklagen der Wissenschaftler und der Naturschützer. Nachdem die Gewässer noch nicht zur Gänze verschwunden sind und die Lobau nach wie vor grün ist, hat das für die Wiener Politik kaum Bedeutung. Aber die Einschläge kommen näher: Mitte März 2025 war auch für arglose Spaziergänger gut zu erkennen, wie die Tierwelt durch mangelnde Wasserzufuhr Schritt für Schritt ausgelöscht wird:…
weiterlesenOffener Brief zur Lobau ans Wiener Rathaus
| naturschutzbund | Landesgruppe Wien | Herrn Bürgermeister Dr. Michael Ludwig Rathaus Lichtenfelsgasse 2, Stg. 5 1010 Wien Wien, 19.03.2025 Betreff: Offener Brief zur Situation der Lobau Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ludwig, wir schreiben Ihnen in großer Sorge um den Wiener Anteil des Nationalparks Donau-Auen, der Lobau. Die Gefahr, dass die Lobau ihren international verliehenen Nationalparkstatus verliert, wird immer drohender. Im Herzstück des Gebietes, der Unteren Lobau, schreitet die Verlandung der…
weiterlesenVor genau 100 Jahren: „Reise in die Wiener Dschungeln“
Am Sonntag, dem 26. April 1925, veröffentlicht die linksliberale Tageszeitung „Der Tag“ unter dem Titel „Reise in die Wiener Dschungeln“ einen Artikel über die Lobau. Als Autor wird Arnold Höllriegel angegeben – ein Pseudonym, hinter dem sich der Wiener Reiseschriftsteller und Journalist Richard A. Bermann verbirgt. Er beginnt seinen Text mit dem Hinweis, dass es ihm ähnlich sähe, Delhi vor Salzburg, Kairo vor Klagenfurt und den Amazonas vor der Lobau kennengelernt zu haben. Dann erliegt…
weiterlesenErstmals Schwimmfarn-Teppich im Nationalpark
Auf der Suche nach seltenen, verschollenen oder gefährdeten Pflanzenarten im Gebiet des Nationalparks Donau-Auen haben Wissenschaftler erstmals ein Massenvorkommen eines an der Wasseroberfläche treibenden Farns dokumentiert: Der „Gewöhnliche Schwimmfarn“ (Salvinia natans) hat im Tiergartenarm stromabwärts der Hainburger Donaubrücke innerhalb kürzester Zeit einen 200 Meter langen, schwimmenden Teppich ausgebildet. Die Pflanzen wurden höchstwahrscheinlich durch Wasservögel in Form von Sporen – ein widerstandsfähiges frühes Entwicklungsstadium – hierher verschleppt. Die ersten, noch vereinzelten Schwimmfarne hatte Christian Baumgartner, der…
weiterlesenGedanken zum Straßenprojekt S1 mit Lobautunnel
Ein Kommentar von Mag. Dr. Gerald Hanninger, Naturwissenschaftler, aufgewachsen in Stadlau, wohnhaft in Essling und von Kindheit an ein großer Fan der Lobau: “Am 5. Februar 2025 veröffentlichte das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) den Umweltbericht der “Strategischen Prüfung Verkehr” betreffend den S1-Abschnitt Schwechat – Süßenbrunn, beinhaltend den Lobautunnel. Auf mehr als fünfhundert Seiten wurden in dem vom Umweltbundesamt in Kooperation mit den Technischen Universitäten Graz und Wien erstellten Bericht…
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